Chapter 14. The Pai Jungle Farm

 

Tja. Jetzt ist Dienstag Mittag (08.02.) und ich mache Notizen.

Diese zweite <Woche> bin ich voll in Pai gelandet. Die Seele ist da, ich weiß was im Garten auf der Farm zu tun ist und was heute noch auf dem Programm steht ist die Reparatur des Feuerstabes, beziehungsweise das Anbringen des Kevlars aus Europa. Wie geil oder was… Der neue Volunteer aus Frankreich hats gerichtet, guter Mann.

Und im Natural Mystic hieß es vormittags für drei Stunden> The Bakerman is bakin bread, und was für eins.

Dieser Ort beweist einmal mehr seine Kraft darin, den Blues zu haben.

Pai hat den Blues.

Und es ist ein magischer Ort.

 

Morgens, wenn die Sonne anfängt sich über das Tal zu erheben, steigt der Dunst des Berges auf, und taucht die Welt in einen Zauber, in ein Meer aus Helle, eingehüllt wie die Braut im Kleid.

Eine mystische Eigenart spiegelt sich in den Menschen wieder, wie eine ganz natürliche Trance, die dieses Schauspiel mit sich bringt. Ich dachte nicht nur einmal an Hexen und Zauberschulen, ganz verborgen im Wald, so wie den Gott des Waldes in Gestalt eines Hirsches und eine Menge Wichte und dergleichen.

Das Tee Haus <The Good Life> bietet so viele Arten Tee wie ich es noch nie erlebt habe, für alles, ganz besonders hervorzuheben die Heilelixiere, wie in einem Hippie-Kurdorf.

 

Doch es ist die Natur, die einen mitnimmt, sich in einem ausbreitet und ganz und gar in Beschlag nimmt.

Diese Berge….

 

Seht doch…

Spinnen weben rote Netze, die im Licht fluoreszierend glänzen,

Rauch steigt auf, nur ist es gar kein Rauch,

es ist der Wald der taut

 

Pferde galoppieren, Katzen spielen verrückt

Pai, das muss ich sagen, du hast mich schwer entzückt!

 

Ein Platz zum Bleiben.

Ein Ort zum Verweilen

Holz sammeln gehen

Und weiter Entstehen

 

Weiter Entstehen

Dem Geist Freilauf schenken

Einfach nur leben

Und nicht so viel denken

 

Nachts ist es Kalt

Und tagsüber heiß

Ringherum Wald

Und Unser Fluss

 

Der Pai Mountain River

Pfeifen im Wind

Da kommen die Leute

Und Laufen Geschwind

 

Zum Mae Yen vor Mittag

Zum Klettern Und springen

Übers Nass und Felsen

Zum Vergessen All den Dingen

 

All den Dingen im Kommerz

Ich vertraue dieser Welt

Hier in Pai da liegt mein Herz

Vergiss, vergiss das Geld!

Roots!

 

Und nun die Aktualisierung, weiter im Text… (13.02.)

 

Da gibt es diesen Titel <Lonesome Town>, der mir just in diesem Moment im Ohr klingt, der super zu Pai passt.

 

Die Sache ist die, dass dieses kleine Dorf wirkt, als wärst du in einem dieser Western-Filme, wo einer dass Brot backt, einer die Kleider näht und ein dritter den Tee zubereitet und so ähnlich ist es tatsächlich.

Pietro ist der Bäcker, der italienisches Brot im eigenen Steinofen meisterlich erschafft, dazu noch himmlische Brownies, Muffins (Banane, Apfel oder Schoko) sowie (wie sollte es anders sein) Mini-Pizza.

 

Einmal besuchte er die Farm und so erhielt ich Kenntnis von seinem Wirken: mir war schon vorher der Name seines Hauses <Natural Mystic> ins Auge gesprungen und ich hatte es aufsuchen wollen, nur war ich nicht dazu in der Lage gewesen, weil ich es schlicht übersah.

 

Das ist wieder diese Magie … egal was passiert wäre, wir hätten uns auf jeden Fall getroffen. So läuft das in Pai. Menschen die zusammengehören, werden auch verbunden… das funktioniert ganz hervorragend.

 

So suchte ich ihn am Freitag (Tag 5) auf, um sein genüssliches Knoblauchbrot (von allen geliebt) zu verzehren. Ich traf ihn aber erst später bei sich im Mystic, an diesem Tag musste ich im hinterherlaufen, da er mit seinem Karren das Dorf mit seinen Waren beglücken ging.

 

Doch nun mal etwas generelles.

Die ganze Zeit in Pai war so gut, dass ich gar nicht mehr alles so genau weiß und berichten kann, ein Indiz dafür dass jeder Tag seine eigenen Qualitäten und wunderbaren Momente in sich birgt.

 

Ganz besonders einmalig entwickelte sich die Zeit aber ab meinem ersten richtigen Arbeitstag, dem Fr, 04.02.

 

Nachdem ich meinen Zug umgebucht hatte (da 7 Tage in jedem Fall viel zu kurz gedacht war) und den Kanadier Mett zum ersten mal getroffen habe, wurde ich auf der Farm angewiesen beim Gießen des Gartens behilflich zu sein, an diesem Tag aber besonders> meine Aufgabe war es, mit einer Gießkanne alle Beete und Pflanzen mit Wasser zu versorgen, dass ich jedes mal vom Fluss holte und dann einen einzigen Teelöffel von speziellem Fluessigduenger dazugab. Das ganze dauerte zwischen anderthalb und zwei Stunden, kann aber auch länger gewesen sein, man vergisst eben die Zeit.

 

Die Kanne war recht schwer und es war mühsam immer zum Fluss zu gehen, aber es war klasse etwas zu tun und das Ergebnis zeigte sich innerhalb der nächsten Tage rasch.

 

Tags darauf tat ich die gleiche Arbeit nur diesmal mit dem Schlauch, was meine Standardbeschäftigung wurde. Ab und an spülte ich auch das Geschirr und das ist eine Menge, bei der Anzahl der Leute.

 

Ansonsten gab es noch Strohsammeln, Kaffee machen für die Gäste und für mich selbst gab es immer eins zu tun> Holz sammeln für das Tippi Feuer am Abend.

 

Mit der Italienerin, die meist das Kaffeenest schmiss, verstand ich mich hervorragend, doch leider schaffte ich es nicht, mit ihr zusammen meine Hose fertig zu bekommen (ich wollte wieder anfangen mit nähen, was ich in der Schule gelernt habe und jetzt Jahre nicht praktiziert hab).

 

Sie spielt auch Feuer und dass sehr elegant, ich habe sie am ersten Abend in Pai spielen sehen. Ach> am ersten Abend, das habe ich ganz vergessen, durch ein kleines Fest am Ufer des Flusses nahe der Brücke, bin ich so gut an diesem Ort gelandet.

Mit guter Live Musik > Gipsy Musik, mit einem großen warmen Lagerfeuer und den Franzosen, mit denen ich im Bus von Chiang Mai gesessen hatte.

 

Ja, Mensch, vieles ist schon nicht mehr so präsent…

 

Nun, wo war ich?

Ach ja, dem Kaffee Nest und der Italienerin.

Allgemein ist es schade, dass ich so lange gebraucht habe auch einen Draht zu den Thais und Joe auf der Farm herzustellen, erst in der letzten Nacht begann das zu funzen…, mit den Farang verstand ich mich gut und am Sonntag abend traf ein neuer Volunteer ein, mit dem ich am Montag den 07.02. Joes Spezialpflanzen speziell spezialisierte.

Wir lockerten die Böden und brachten um sie herum Stroh an, das war ein guter Job.

 

Also, das ist alles sehr schade und auch dass ich nicht mehr da bin.

 

Die Abende im Chai Saloon mit Korea Boy und Korea Girl,die Abende mit Mett aus Kanada im Good Life, das chinesische Dorf, Dienstag früh bei Pietro wo ich beim Brot backen zugeschaut habe, das Anbringen des Kevlar und Arbeiten mit dem anderen Volunteer (ein französischer Circus Artist der gut jonglieren kann), die Walking Street, all dies, so viel…

und nicht zu vergessen die Katzen.

 

Die Katzen!

Die liebe Katzen und es waren gleich neun Stück.

Was kann ich da noch zu sagen?

 

Erst gab ich ihnen noch im geheimen ein paar Kekse ab, aber als sie sich dann lauthals am Kaffee Nest um mich scharrten musste ich ihnen klar machen, dass es so nun auch nicht gemeint war.

Mit zwei von ihnen entwickelte ich eine besondere Bindung.

 

Aber, Moment, STOP.

 

Ich glaube ich muss was essen gehen und abgesehen davon, es wird einfach zu viel, es war um es auf den Punkt zu bringen, hervorragend.

 

Sabaii Sabaii

in Pai

 

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